Soziokulturelles Zentrum Klösterchen
Das Soziokulturelle Zentrum Klösterchen in Herzogenrath entstand 1996 aus dem Engagement zahlreicher Bürger*innen, Gruppen und Initiativen, die ein frei gewordenes ehemaliges Klostergebäude als offenen Kultur- und Begegnungsort gestalten wollten. Der Förderverein Arbeit und Umwelt in der Region Aachen e.V., als heutiger Träger, entwickelte das Haus von Beginn an als soziokulturelles Zentrum: vielseitig, demokratisch organisiert und nah an den Lebensrealitäten der Menschen vor Ort.

Als Einrichtung im ländlichen Raum versteht sich das Klösterchen als Ort für kulturelle Teilhabe, Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement. Es verbindet Kunst, Kultur und gesellschaftliche Themen, fördert aktive Mitgestaltung und schafft Räume, in denen unterschiedliche Zielgruppen – von Jugendlichen bis zu Geflüchteten – ihre kreativen Fähigkeiten entdecken können. Die Arbeit orientiert sich an den Grundideen der 68er-Bewegung: Selbstverwaltung, Beteiligung, soziale Gerechtigkeit und kulturelle Chancengleichheit.
Heute steht das Klösterchen für ein breites Spektrum an Veranstaltungen, Bildungsangeboten und Projekten, die ästhetisches Lernen, gemeinschaftliches Handeln und nachhaltige Werte fördern. Das Zentrum versteht Kultur als Kraft, die Menschen stärkt, Perspektiven eröffnet und gesellschaftliche Entwicklung aktiv mitgestaltet.

Dahlemer Str. 28
52134 Herzogenrath
Anfahrt
Mit der Bahn:
Bis Herzogenrath Hauptbahnhof(RB, Euregiobahn) fahren und von dort aus 15 Minuten zu Fuß.
Mit dem Bus:
Aus Kohlscheid / Merkstein / Herzogenrath: Linie 47 bis Herzogenrath Thiergartenstraße von dort aus sind es nur noch 3 Minuten (ca. 250 m) zu Fuß
Aus Würselen: Linie 21 bis Herzogenrath Thiergartenstraße, von dort aus sind es nur noch 3 Minuten (ca. 250 m) zu Fuß
Mit dem PKW:
Wegen weniger Parkplätze am Kulturhaus am Rathaus Herzogenrath, Rathausplatz kostenlos parken und ca. 5 Minuten Fußweg zum Kulturzentrum
Die Historie des Klösterchen
Erfahren Sie mehr über die Geschichte des Klösterchen
Aus einer privaten Stiftung entstand 1868 in Thiergarten eine klösterliche Niederlassung der Armen Dienstmägde Christi, welche ab 1893 von Karmeliterinnen aus Echt (Niederlande) bewohnt wurde. Es wurde als Kranken- und Armenhaus gebaut.1919 richtete Pater Deodat Lamboy in Thiergarten ein Schülerheim an. Das Klosteranwesen ging 1914 an den Orden der Missionare vom heiligsten Herzen über, die seit 1942 die Seelsorge in der Pfarrvikarie Herz Jesu übernahmen.
Ab 1965 wurde das Klösterchenvon der belgischen Armee als Maison Retraite, einer Bildungs- und Begegnungsstätte genutzt (aus Herzogenrath: Ein Stadtprofil M.Gramm/ T. Schreiber Herausgeber Stadt Herzogenrath 1982).
Seit dem Ende des Jahres 1996 hat der Förderverein Arbeit, Umwelt und Kultur in der Region Aachen e.V. das alte stadtteilprägende Klösterchen von der Firma VETROTEX federführend als sogenannter Hauptmieter übernommen. Ziel dieser neuen Aktivität des Fördervereins war und ist es, neben seinem originären Aufgabenfeld, der Qualifizierung und Beschäftigung von ehemals Erwerbsarbeitslosen, einen Ort zu schaffen, um auch die anderen wichtigen Seiten eines jeden Menschen neben seiner Arbeit zum Zuge kommen zu lassen.
Ebenso ist es dem Verein und seinen Verantwortlichen wichtig, mit den Menschen in der Ortslage nach den Prinzipien der Stadtteilarbeit in Kontakt zu kommen, um so und damit gemeinsam zu einem gelingenderen Leben für alle beizutragen. Gewünscht und angeregt wird daher von allen Beteiligten im Haus eine Aktivierung der Menschen, um sie dafür zu gewinnen, ihre Fragen, Sorgen und Nöte, aber auch das, was sie freut, einzubringen und über Kommunikation und Beziehungspflege ein Gegengewicht zur oftmals vorherrschenden Individualisierung zu schaffen. Die Angebote im Kinder- und Jugendtreff PRISMA, in der Kleinkindergruppe DIE WICHTEL, im Rahmen des Kulturprogramms in der Kapelle oder auch die vielen Einladungen von im Haus vertretenen Musikern, Malerinnen, Tänzerinnen, Theaterleuten und thematisch orientierten Initiativen bieten für jeden Möglichkeit und Plattform, sich in die Solidargemeinschaft im Haus einzuklinken. Darüber hinaus sorgt der Weltladen FAIRWICKLUNG durch seine Präsenz und sein wechselndes Warenangebot stets dafür, die Ansprüche lokalen und globalen Denkens und Handelns Wirklichkeit werden zu lassen.
Last but not least bietet das Zentrum, das sich seiner Gemeinschaftsansprüche wegen selbst das Qualitätsmerkmal der Soziokultur gegeben hat, auch Räume zum Feiern.
Über alle wesentlichen Aktivitäten entscheiden die Nutzer des Hauses- Einzelpersonen und Gruppen- in ihrer monatlichen Hausversammlung, die ein Ort von Demokratiepflege ist und sich dem Konsensprinzip verschrieben hat.
